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Prinzip und Nutzen einer Pufferspeicherheizung

Ein Pufferspeicher für eine Heizung hilft in Zeiten steigender Rohstoffpreise die Kosten für Heizung und Warmwasser im eigenen Haus zu senken, sowie den Schadstoff- und CO2 Ausstoss zu minimieren. Somit ist eine Pufferspeicherheizung nicht nur umweltschonend, sondern sie hilft jedem Hausbesitzer, bares Geld beim Heizen sowie der Erzeugung von Warmwasser zu sparen. Prinzipiell ist sie dabei nichts anderes als eine konventionelle Heizung, welche mit einem so genannten Pufferspeicher versehen wird,der den Wirkungsgrad der eigentlichen Heizung weit erhöhen kann.

pufferspeicher_heizung

Hierfür werden sehr einfache physikalische Prinzipien genutzt, um die von einem Heizungssystem erzeugte Wärme zu speichern, und über einen längeren Zeitraum abgeben zu können. Ein derartiger Pufferspeicher lässt sich aber nicht bei jedem Heizungstyp sinnvoll einsetzen. Betreibt man eine normale Öl- oder Gasheizung, so kommt in den meisten Fällen kein Pufferspeicher zum Einsatz. Öl- oder Gasheizungen springen immer dann an, wenn Wärme für Warmwasser oder die Heizung tatsächlich gebraucht wird, und erzielen dabei direkt einen sehr guten Wirkungsgrad.

Anders verhält es sich, wenn man alternative Technologien einsetzt, um ein Haus mit Heizungswärme und Warmwasser zu versorgen. Der Einsatz eines Pufferspeichers ist sinnvoll im Zusammenhang mit folgenden Heizungstypen:

photovoltaikDiese Heizungstypen haben den Umstand gemein, dass sie nur zeitlich partiell wirklich effektiv betrieben werden können. Das hat zur Folge, dass sie auch nur zeitlich begrenzt Energie in Form von Wärme liefern können. Dann aber unter Umständen viel zu viel Energie, welche man in diesen Fällen dann nicht nutzen und somit verschwenden würde. Die Festbrennstoff Heizung zum Beispiel erzielt ihren besten Wirkungsgrad, wenn der entprechende Festbrennstoff in optimaler Weise abgebrannt wird. Dabei wird aber derart viel Energie in Form von Wärme freigesetzt, dass man diese weder bei der Erzeugung von Heizungswärme noch von Warmwasser tatsächlich nutzen könnte. Benötigt man dann zu einem späteren Zeitpunkt diese Energie, ist die Tagesmenge des Festbrennstoffes aber schon verbraucht. Eine Festbrennstoff Heizung würde hier sehr schnell ineffizient werden, weil sie jedesmal neu gezündet werden muss, wenn gerade der Bedarf für Wärme vorhanden ist. Ähnlich verhält es sich mit Solaranlagen. Diese erreichen ihren besten Wirkungsgrad in den Nachmittagstunden, wenn die Sonne am stärksten ist und das Wasser auf die höchste Temperatur gebracht wird.  Zu diesem Zeitpunkt wird die Energie aber wahrscheinlich überhaupt nicht benötigt, weil kaum jemand zuhause ist.

Genau an dieser Stelle kommt ein Pufferspeicher bei einer Heizung zum Einsatz. Mit dessen Hilfe kann man die eigentliche Anlage unter optimalen Bedingungen Wärmeenergie erzeugen lassen, und diese dann im Pufferspeicher solange vorhalten, bis man sie tatsächlich benötigt. Mit Hilfe einer entsprechenden Heizung mit Anschluß eines Pufferspeichers kann man nicht nur die benötigte Wärme für die Heizungsanlage sondern auch Warmwasser für den normalen Verbrauch erhitzen. Hierbei kommen dann aber mehrere getrennte Wasserkreisläufe zum Einsatz, um das Entstehen von gefährlichen Bakterien (Legionellen) im Brauchwasser zu verhindern, und zwecks Verkalkungsschutz den Heizkreislauf geschlossen zu halten.

Funktionsweise Pufferspeicher

Die Funktionsweise eines Pufferspeichers ist prinzipiell sehr simpel, auch wenn die eigentlichen Anlagen für den Betrieb eines Pufferspeichers technisch etwas komplexer aufgebaut sind. Als Trägermedium eines Pufferspeichers kommt ganz normales Wasser zum Einsatz. Der Grund dafür ist, dass Wasser eine ganz besondere physikalische Eigenschaft hat: eine sehr hohe sogenannte spezifische Wärmekapazität - Wasser kann Energie in Form von Wärme besser als andere zur Verfügung stehende Materialen speichern. Um die Temperatur einer bestimmten Menge Wasser in einem Pufferspeicher einer Heizung um ein Grad Celsius anzuheben, benötigt man wesentlich mehr Energie in Form von Wärme, als bei anderen Stoffen oder Flüssigkeiten.

Der Brennkessel einer Heizung kann sehr viel Wärme erzeugen, und diese an das Wasser im Pufferspeicher abgeben, bevor dieses beginnt zu sieden und zu verdampfen. Andererseits gibt das Wasser im Pufferspeicher auch die gleiche Menge an Energie wieder ab, wenn seine Temperatur um ein Grad Celsius abfällt. Wasser eignet sich also in idealer Weise als Wärmespeicher und wird daher auch in Fernwärmesystemen und großen Heizungssystemen als verlustgeringer Wärmeträger genutzt.

wasserspeicher

Der Pufferspeicher wird hierfür in Form eines mehrere tausende Liter Wasser fassenden Tanks, zusammen mit der eigentlichen Heizung eingebaut. Normale, industriell gefertigte Pufferspeicher haben Fassungsvermögen von 1000 Litern Wasser oder mehr. In vielen Fällen lohnt es aber, sich den Tank für eine Pufferspeicher Heizung anfertigen zu lassen, da größere konventionelle Pufferspeicher allein aufgrund ihrer Größe nachträglich nur schwer bis gar nicht verbaut werden können. Ist der Pufferspeicher zusammen mit der Heizung eingebaut, so kann er die im Brennkessel erzeugte Wärme direkt aufnehmen und in Form der erhöhten Temperatur des Wassers über sehr lange Zeit speichern. Um einen Wärmeverlust an die Umgebungsluft zu verhindern, wird der Pufferspeicher der Heizung mit Dämmmaterial verkleidet und mit weiteren Maßnahmen der Wärmeverlust so weit es geht verringert.

Kommt ein Pufferspeicher nur in Verbindung mit einer Heizung zum Einsatz, so kann er ohne Wärmetauscher eingesetzt werden. Das im Puffer befindliche Wasser wird so direkt in den Heizkreislauf eingespeist, und zirkuliert in diesem, um die Wärme im Wohnraum abzugeben. Moderne Pufferspeicher verfügen aber auch für diesen Anwendungsfall über einen Wärmetauscher. Dieser ist oft in Form von spiralförmig verlegten Rohren im Tank des Pufferspeichers zu finden. Zirkuliert abgekühltes Heizwasser aus dem Heizkreislauf durch diese Heizschlangen, wird dieses durch das umgebende wärmere Wasser wieder aufgeheizt. Der Pufferspeicher gibt seine Energie langsam an den Heizkreislauf ab.

Ähnlich verhält es sich, wenn auch Brauchwasser mit Hilfe einer Pufferspeicher gestützten Heizung erhitzt werden soll. Um die Entstehung von gefährlichen Bakterien zu verhindern, wird in diesem Fall das benötigte Brauchwasser erst dann erhitzt, wenn es tatsächlich benötigt wird. Hierfür lässt man es auch durch einen Kreis von Heizschlangen laufen, welche direkt im Tank des Pufferspeichers verlegt sind. Während das Wasser dieses Leitungssystem durchströmt, wird es wie bei der Heizung durch das umgebende, heissere Wasser des Pufferspeichers erhitzt und kann dann direkt genutzt werden.

Der Einsatz dieser Wärmetauscher sorgt dafür, dass alle 3 Wasserkreisläufe - der zwischen Brennkessel und Pufferspeicher, der Heizkreislauf, sowie der Warmwasserkreislauf - komplett voneinander getrennt sind. Dies ist auch absolut notwendig. Da das Wasser eines Pufferspeichers einer Heizung dauerhaft eine hohe Temperatur hat, ist hier das Wachstum von Organismen wie Bakterien in jedem Fall erhöht. Dieses Wasser darf nicht als Brauchwasser genutzt werden, weil es dem Menschen ernsthaft gefährlich werden kann. Etwas anders verhält es sich bei dem Wasser für den Heizungskreislauf. Hier versucht man im Normalfall einmal eingefülltes Wasser so lange zu nutzen, wie es möglich ist, um die Verkalkung der Heizungsanlage so gering wie möglich zu halten.

Typen von Pufferspeichern für eine Heizung

Aktuell werden technisch drei verschiedene Arten von Pufferspeichern für eine Heizung unterschieden:

  • Kombispeicher
  • Frischwasser-Pufferspeicher
  • Schichtenlader

Kombispeicher

Bei einem Kombispeicher handelt es sich um ein kleines Trinkwasserreservoir, welches von dem Pufferspeicher Wasser umgeben ist. Diese Art hat den Nachteil, dass das Brauchwasser dauerhaft auf erhöhter Temperatur gehalten wird, und die Vermehrung von gefährlichen Bakterien (Legionellen) somit begünstigt wird. Der Einsatz eines Kombispeichers für den reinen Heizungsbetrieb ist aber uneingeschränkt zu empfehlen.

Frischwasser-Pufferspeicher

In einem so genannten Frischwasser Pufferspeicher wird die Erzeugung von warmem Wasser für den Gebrauch als Trinkwasser anders gehandhabt als in einem Kombispeicher. Hier wird das Brauchwasser erst auf Anforderung durch ein Heizschlangensystem im Pufferspeicher geleitet, und so erst dann erwärmt, wenn es benötigt wird. Somit können sich Bakterien oder andere Organismen, welche Wärme für die Vermehrung benötigen nicht ausbreiten. Für die Verwendung als Brauchwassererhitzer sollte daher in jedem Fall ein Frischwasser Pufferspeicher eingesetzt werden.

Schichtenlader

Ein Schichtenlader Pufferspeicher stellt eines der modernsten und technisch aktuellsten Konzepte dar. Er kann als intelligenter Pufferspeicher bezeichnet werden, weil er die natürliche Schichtung von warmem Wasser (oben) zu kaltem Wasser (unten) energetisch optimal ausnutzt. Ein Schichtenlader Pufferspeicher kann somit als optimal für den Einsatz bei Heizung und für die Erzeugung von Warmwasser angesehen werden, und wird heute von fast allen Herstellern von Pufferspeichern angeboten.

Anwendungsszenarien eines Pufferspeichers

  • Pufferspeicher für Standardanlagen

Aufgabe:

winterzeitDie Pufferspeicherheizung soll insbesondere in der nicht so kalten Übergangszeit die überschüssige Energie einer Kesselfüllung - in Form von Wärme, die momentan nicht benötigt wird, aufnehmen können (der so genannte Lastausgleich). Weiterhin sollte er auch dann die Energiemenge einer kompletten Kesselfüllung aufnehmen können, wenn keine Wärme durch Heizung oder den Verbrauch von Warmwasser abgenommen wird. Beim Erreichen der maximalen Temperatur des Pufferspeichers soll hierbei das Brennmaterial möglichst komplett durchgebrannt sein, um somit den optimalen Wirkungsgrad des Heizkessels nutzen zu können. In der kalten Jahreszeit, wenn der Heizkessel im Volllastbetrieb arbeitet, hat der Pufferspeicher normalerweise keine Bedeutung, da kaum überschüssige Wärme anfällt.

Nachteile im Winter:

  • die Intervalle, in denen Brennmaterial nachgelegt werden muss, sind vom Füllraumvolumen und von der herrschenden Außentemperatur abhängig
  • wesentlich kürzere Entladezeiten des Pufferspeichers als im Sommer, geringere Speicherkapazität für Wärme
  • in der kalten Jahreszeit muss Brennmaterial bei Holzheizungen mehrfach am Tag nachgelegt werden (entfällt bei automatischer Befüllung)

Vorteile:

  • im Frühjahr und im Herbst sind die Nachlegeintervalle wesentlich größer
  • im Sommer muss je nach Dimensionierung nur ein bis zwei mal pro Woche angefeuert werden (Warmwasserbereitung)
  • ganzjährig wird ein sehr guter Kesselwirkungsgrad und ein optimaler Abbrand erzielt
  • geringerer Platzbedarf
  • das spätere Nachrüstung einer solchen Anlage ist in den meisten Fällen möglich
  • für Regelung und Hydraulik entsteht nur sehr geringer Aufwand
  • kostengünstige Lösung, geringe Investition

Puffervolumen:

volumen_massFür das Puffervolumen des Speichers kann man von einem Richtwert von 50 bis 55 Liter je kW Feuerungswärmeleistung ausgehen. Die Feuerungswärmeleistung sollte hierfür für das Haus aus dem aktuellen Öl- oder Gasverbrauch errechnet werden, aber auch kurzzeitige Extrema berücksichtigen. So sollte in jedem Fall von Wintertagen mit bis zu -15 Grad Celsius ausgegangen werden, um in diesem Fall auch ausreichend Energie in Form von Wärme zur Verfügung zu haben.

Anwendungsempfehlung:

Die Anwendung einer solchen Anlage empfiehlt sich in folgenden Fällen:

  • bei der Kombination mit einer Hauptanlage in Form einer Öl- oder Gasheizung
  • bei dem nachträglichen Einbau einer Festbrennstoff Heizung, wenn Platzprobleme vorherrschen
  • wenn im Winter das mehrmalige Nachlegen von Brennmaterial problemlos möglich ist, oder eine Befüllanlage vorhanden ist
  • wenn bei einer Kombi Heizung der Holzanteil bei der Wärmeerzeugung unter 50% liegt
  • Pufferspeicher für Komfortanlagen

Aufgabe:

Im Falle von Komfortanlagen sollte der Pufferspeicher der Heizung in der Lage sein, gerade in der Übergangszeit und im Winter die überschüssige Energie in Form von Wärme - die zur Abbrennzeit nicht benötigt wird - von durchaus mehreren Kesselfüllungen aufnehmen zu können. Gerade in den Wintermonaten kommt es darauf an, dass der Pufferspeicher entsprechend groß dimensioniert ist, um an wirklich kalten Tagen die Versorgung des Hauses mit Heizungswärme und Warmwasser auch mit Reserve sicherzustellen.

Vorteile:

  • durch die größere Auslegung der Pufferspeicher steigt die Wärmekapazität des Gesamtsystems und somit auch die Entladezeiten der Pufferspeicher - erhöhter Komfort
  • auch im Winter kommt man auf lange Nachlegeintervalle (bei 0 Grad Celsius einmal pro Tag)
  • bei einer Pufferspeicher gestützten Heizung kann prinzipiell das gesamte Jahr mit Holz geheizt werden
  • keine Kombination mit Öl/Gas erforderlich
  • eine Kombination von einer Komfortanlage mit einer Öl- oder Gasheizung ist nicht erforderlich
  • die maximal erreichbare Kostenersparnis eines Pufferspeichers ist wesentlich höher als bei Standaranlagen
  • im Falle eines Neubaus einer Heizungungsanlage mit Pufferspeicher  ist eine Kombination mit einer zweiten Anlage (Öl oder Gas) nicht zwingend erforderlich

Nachteile:

  • je nach vorherrschender Aussentemperatur muss mehrmalig pro Tag nachgelegt werden, wenn die Kesselleistung für den eigentlichen Wärmebedarf zu gering ausgelegt wurde
  • eine aufwändigere Regelungstechnik, Hydraulik sowie größere Puffer mit  besserer Isolierung erhöhen die Anschaffungskosten
  • der Platzbedarf durch mehrere Pufferspeicher der Heizung erhöht sich im Vergleich zu Standardanlagen
  • bei der Verwendung von Standard Pufferspeichern (1000 Liter) ist eine Raumhöhe von ca. 2.3m und eine Türbreite von mehr als 0.9m für den Einbau erforderlich

Puffervolumen:

Bei der Errichtung einer Komfortanlage sollte für die Dimensionierung des Pufferspeichers ein Richtwert von circa 100 Litern Wasser pro benötigtem kW Leistung angesetzt werden. Die tatsächlich benötigte Leistung der Heizung kann dabei aus dem aktuellen Öl- oder Gasverbrauch sehr einfach errechnet werden.

Anwendungsempfehlung:

Die Anwendung einer Heizung in Kombination mit einem Puffer als Komfortanlage empfiehlt sich in folgenden Fällen:

  • bei der ganzjährigen und ausschließlichen Nutzung mit höchstem Komfort und nur mit Holz
  • im Fall eines Neubaus oder wenn noch keine Heizung in Form von Öl oder Gas vorhanden ist

Pufferdimensionierung

pufferspeicher_heizung_dimensionierungBei der Planung einer Pufferspeicher Heizung sollte bei der Bestimmung der notwendigen Speicherzeiten und den damit direkt in Verbindung stehenden Nachlegeintervallen bei der Berechnung des Puffervolumens für das gesamte Heizsystem unbedingt in Betracht gezogen werden. In diesen Fällen ist eine maximale oder übermaximale Auslegung des Puffervolumens nicht unbedingt sinnvoll, sondern kann in bestimmten Konstellationen mit einem Pufferspeicher auch zu Problemen führen. Hier gilt also nicht der Vorsatz: je größer, desto besser. Bei einem größeren Volumen ist zum Beispiel gerade im Winter eine vollständige Aufladung der Pufferspeicher mit einer einzigen Kesselfüllung nicht mehr möglich. Hier sollte die maximale Kesselleistung in jedem Fall nach dem Puffervolumen und nicht allein nach dem Wärmebedarf ausgelegt werden. Eine eingehende Beratung durch ein Fachunternehmen ist hier in jedem Fall empfehlenswert.

Für die grundlegende Auslegung des Speichervolumens einer so geplanten Heizung kommen aber folgende Faktoren in Betracht:

  • die Leistungsmodulation des Kessels (lastvariabler Kessel oder so genannter Volllast-Kessel)
  • das maximale Volumen des Brennstoff-Füllraums
  • der Energiegehalt und Abbrandzeit einer Füllung und die damit zur Abbrandzeit freigesetzte Leistung in Form von Wärme
  • der Heizwert des eingesetzten Brennstoffes (Holz, Holzpellets, Getreidepellets, Späne)
  • die wirksame Temperaturdifferenz im Speicher
  • die eigenen Komfortansprüche (wie groß sollen Nachlegeintervalle sein)
  • die Auslegung der im Haus eingesetzten Heizflächen
  • die minimal angenommene Außentemperatur sowie das Temperaturmittel in der Region
  • durchschnittliche Wärmeverluste des Puffers (Isolierung, Form)

heizungsraumDas Volumen eines Pufferspeichers wird in den meisten Fällen, in denen es sich nicht um einen Neubau handelt, allein durch den maximal zur Verfügung stehenden Platz im Heizraum bestimmt. 1000 Liter Wasser haben ein Volumen von genau einem Qubikmeter und damit Abmaße von mindestens 1m x 1m x 1m. Ausgehend davon sollte das Speichervolumen des Pufferspeichers aber mindestens bei 50 bis 55 Litern je kW der installierten Feuerungswärmeleistung liegen. Für einen erweiterten Komfort sind aber 100 Liter je kW Leistung empfehlenswert. Allerdings sind dies nur Richwerte und entsprechen keiner optimalen Auslegung der Heizungsanlage, sondern sollen eher als Orientierung dienen.

Wenn man beim Kauf einer Pufferspeicherheizung auf einen so genannten modulierenden Vergaserkessel mit Leistungs- und Feuerungsregelung und einer sehr langen Brenndauer ausweicht, kann der Pufferspeicher für die Heizung durchaus kleiner dimensioniert werden. Auch die Beschränkung auf möglichst niedrige Heizflächentemperaturen kann hier hilfreich sein, und das notwendige Volumen der Pufferspeicher für die Heizungsanlage senken.

Berechnungshinweise:

1. Der Energiegehalt einer Kesselfüllung QE in kWh berechnet sich auf folgender Grundlage:

Erforderliche Werte:

  • das Füllraumvolumen des Brennkessel (in Litern) l
  • der Umrechnungsfaktor von Schichtmaß in Festmaß f
  • die Dichte des eingesetzten Brennstoffes ς (kg/l)
  • der Heizwert des Holzes oder Brennstoffes Hu (kWh/kg)
  • der Wirkungsgrad des Brennkessels η

2. Die theoretische Brenndauer einer Füllung tB (h) einer puffergestützten Heizung berechnet auf folgender Grundlage:

Erforderliche Werte:

  • die Gesamtleistung des Brennkessels bei Voll- und Teillast NK (kW)
  • tB = QE / NK

3. Das Puffervolumen VP (l) ohne Wärmeabnahme pro Abbrand berechnet sich wie folgt:

Erforderliche Werte:

  • der Energiegehalt einer Kesselfüllung QE (kWh)
  • die spezifische Wärmekapazität von Wasser cw (kJ/kg K)
  • die maximale nutzbare Temperaturdifferenz im Pufferspeicher Δt (K)
  • der sogenannte Zuschlagsfaktor für vorherrschende Wärmeverluste der Pufferspeicher fv

Hersteller von Pufferspeichern für Heizungen

Fast alle deutschen Hersteller, welche in Deutschland oder Europa zugelassene Festbrennstoff Heizungen im Angebot haben, bieten gleichzeitig auch passende Pufferspeicher an. Bei den polnischen und tschechischen Anbietern von Festbrennstoff Anlagen ist dies aber meist nicht der Fall. Eine Auswahl, welche aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, finden Sie hier:


Weitere Informationen

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Heizung und unser Klima

Unter Klima versteht man einen über einen bestimmten Zeitraum, oft von mehreren Jahrzehnten, etwa 30 Jahre, statistisch ermittelten Zustand der Erdatmosphäre.

klimawandel

Dieser Zustand der Erdatmosphäre hat sich in den letzten Jahrzehnten dahingehend entwickelt, das man von einem “Klimawandel” spricht, verursacht unter anderem durch den hohen CO2 Ausstoss.

Und dafür verantwortlich sind Industrieabgase, der Straßenverkehr und auch ein Großteil der privaten Heizungsanlagen.

Durch vielerlei Maßnahmen weltweit wird versucht, den Klimawandel aufzuhalten bzw. zu verzögern. Und dazu kann auch jeder Einzelne seinen Beitrag leisten, denn Heizung und Klima zum Beispiel stehen in einem engen Zusammenhang. So könnte der Austausch der alten Ölheizung gegen eine emissionsarme Heizungsanlage, betrieben  mit regenerativen Energien, ein Beitrag zur Verringerung des CO2 Ausstosses sein. Deutsche Haushalte blasen jedes Jahr 180 Millionen Tonnen CO2 in die Luft, was zum größten Teil aus dem Heizen mit fossilen Brennstoffen resultiert.

Fast 90% der Energien im Haus werden für Heizung und Warmwasserbereitung benötigt. Dabei könnte jeder Haushalt zwei Drittel weniger Energie verbrauchen, wenn das Haus nach neuesten Energiestandards gebaut bzw. modernisiert werden würde.

Eine 3-köpfige Familie zahlt im Jahr für Energie etwa 1600,-Euro.

  • davon 768,-Euro allein für die Heizung
  • 496,-Euro für Strom
  • und 336,-Euro für Warmwasser.

Energiesparend bauen beziehungsweise modernisieren, könnte diese Energiekosten für das Haus radikal reduzieren.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele wird der Ausstausch alter Heizungsanlagen mit Förderprogrammen vom Staat unterstützt - wer CO2 spart, wird belohnt. Außerdem werden fossile Brennstoffe immer knapper, die Preistendenz ist nach wie vor steigend, umsteigen lohnt sich, je eher, je besser.

Fördermaßnahmen für Heizung

forderung_heizungsumbauAngesichts der explodierenden Preise für fossile Energieträger, wie Öl und Gas lohnt sich jede Investition in regenerative Energietechniken. Diese Investition lohnt sich nicht nur im Hinblick auf den verringerten CO2 Ausstoss, sondern vor allem auch für den eigenen Geldbeutel. Moderne Techniken und moderate Kosten ermöglichen theoretisch breiten Teilen der deutschen Haushalte modernes Heizen. Sowohl vom Bund als auch in den Ländern gibt es eine Reihe von Förderprogrammen für den Neu- und Ausbau, den Umbau von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen, alles auf der Grundlage der Nutzung erneuerbarer Energien bzw. zur Einsparung von CO2 Ausstoss. Zusätzlich gibt es Fördergelder von den Stadtwerken und von den Energieversorgern.

Bei den umfangreichen verschiedenartigen Fördermaßnahmen, die sowohl den Neubau als auch die Modernisierung, die Heizungsanlagen und die Warmwasserbereitung., die Nutzung erneuerbarer Energien oder das Heizen mit Holzpellets und mit einer Kaminheizung betreffen können, kann man leicht den Überblick verlieren und verpaßt so vielleicht eine gute Möglichkeit, sich Geld vom Bund oder von anderen Einrichtungen zu holen. Hier, bei FOR.Ma, der Fördermittel-Auskunft  gibt es eine kostenlose Möglichkeit, sich Informationen für alle Förderprogramme zu kommen zu lassen. Es gibt eine Datenbank mit über 4700 Fördermaßnahmen von Bund, Ländern, Gemeinden und Energieversorgern.

Es kann das Förderprogramm für Solarthermie, die Förderung sowohl für die Anlage von Warmwasserbereitung, als auch für den Einbau von Heizungen beziehungsweise modernen Heizungspumpen oder auch die Förderung mit zinsgünstigen Darlehen durch die Kfw - sowohl für Neubauten als auch im bestimmten Umfang für Altbauten sein.

Das große Ziel all dieser Maßnahmen ist das Heizen und Warmwasserbereiten ohne Emission mit fortschrittlichen Heizanlagen, ein kleiner Beitrag zur Verminderung des CO2 Ausstoss.

Bauen, wohnen, Energie sparen und Klimaschutz gehören zusammen.

Und hier kann der Bau eines - Niedrigenergiehauses oder seiner Weiterentwicklung, des Passivhauses - ein weiterer Beitrag gegen den Klimawandel sein.

Passivhäuser - Häuser ohne Heizung - speichern Wärme so gut, dass eine Heizanlage mit Heizkessel und Heizkörpern oder -flächen wegfallen kann. Eine dicke Wärmedämmschicht sorgt für die wohlige Wärme. In Deutschland gibt es zur Zeit etwa 10000 Häuser nach dem Passivhaus-Prinzip, dem Haus mit wenig Energieverbrauch.

Das Niedrigenergiehaus

niedrigenergiehausBereits in den 70er Jahres des letzten Jahrhunderts wurden die ersten Niedrigenergiehäuser (NEH) gebaut. Das NEH erwies sich als ein einfacher, kostengünstiger und rasch einführbarer Standard. Bis zum Ende der 1990 Jahre sollte das Niedrigenergiehaus laut Forderung des Bundesrates und Erklärung der Bundesregierung zum allgemein verbindlichen Baustandard werden.

Der Heizenergieverbrauch von Niedrigenergiehäusern ist um mindestens 30% geringer als der von Wohnhäusern nach der novellierten Wärmeschutzverordnung von 1995. Trotzdem sind  Niedrigenergiehäuser mit bewährten Methoden zu planen und können wirtschaftlich errichtet werden. Entscheidend beim Bau ist  ein sehr guter Wärmeschutz. Es gilt Wärmebrücken zu vermeiden, Luftdichtheit, Wärmeschutzverglasungen und eine kontrollierte Wohnungslüftung müssen erreicht werden. Das Niedrigenergiehaus ist ohne besonderen Zusatzaufwand zu errichten, weil alle Komponenten von NEH ausschließlich verbesserte Varianten ganz gewöhnlicher, in jedem Neubau befindlicher Bauteile darstellen.

Bereits 1986 wurde erste Projekte von Niedrigenergiehäusern in Hessen gefördert. Dem folgten Förderprogramme in den anderen Bundesländern und bereits Mitte der Neunziger Jahre war der Standard in Deutschland so weit entwickelt, dass Niedrigenergiehäuser zu gleichen Baukosten oder sogar zu etwas geringeren Baukosten wie andere Wohnhäuser am Markt angeboten worden sind.

Die Nutzer der neu erbauten Niedrigenergiehäuser sind durchweg mit ihren Wohnungen zufrieden und die in Aussicht gestellten niedrigen Energieverbräuche haben sich auch wirklich eingestellt.

Eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses stellt das Passivhaus dar.

Passivhaus Prinzip - Der Standard von Morgen

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem ohne Komfortverlust auf eine separate Heizungsanlage verzichtet werden kann. In Deutschland ist das bei einem Jahresheizwärmebedarf unter 15 kWh/(m2a) bezogen auf die Wohnfläche der Fall.

Das Passivhaus kann man sich vorstellen in der Funktion ähnlich wie eine Thermoskanne. Es speichert durch eine dicke Dämmhülle  nahezu vollständig die Wärme in ihrem Innern. Das ist aber beim Passivhaus keine Heizwärme, sondern die Wärme, wie sie in jedem anderen Haushalt auch anfällt: zum Beispiel  durch die Waschmaschine, den Kühlschrank und den Computer, durch Glühbirnen und sogar die Hausbewohner selbst.  Damit nicht unkontrolliert Wärme entweichen kann, sind Passivhäuser völlig luftdicht gebaut. Damit genügend frische Luft im Haus vorhanden ist, sorgt eine Lüftungsanlage dafür,  daß die Raumluft und die Frischluft gegeneinander ausgetauscht werden. Bei dieser “kontrollierten”Lüftung geht aber so gut wie keine Wärme verloren. Für das Nachheizen an kalten Tagen und für das warme Wasser kommt die Energie aus regenerativen Quellen (Solarthermie, Wärmepumpe).

So kann auch jeder Bauherr seinen Beitrag zur Entlasung der Umwelt leisten und zur Verminderung des CO2 Ausstoss beitragen.


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Beim Neubau eines Niedrigenergiehauses kann eine Wärmepumpe ein idealer Ersatz für eine normale Öl- oder Gas Heizung sein. Umweltwärme zu nutzen wird gefördert, da der CO2 Ausstoß einer konventionellen Heizung vermieden wird. Und man …
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Pufferspeicher
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Kaminheizung und Kachelofen

Die Entscheidung für einen Kamin in Haus und Heim ist fast immer die Richtige. Geborgenheit und Ruhe gehören zu den Grundbedürfnissen fast eines Jeden. Und dafür braucht es vor allem eines: Wärme. Die Wärme einer Kamin Heizung oder eines Ofens ist hier nicht vergleichbar mit einer konventionellen Heizung, es ist die Gesamtkomposition, die das Besondere eines Kamins oder Ofens ausmacht. Mit allen Sinnen zu erfahren, zu spüren, mit den Augen, die das faszinierende Flammenspiel wahrnehmen, mit der Nase, die den Duft von Holzfeuer und verbrennendem Harz aufnimmt und mit den Ohren, die das Knacken und Knistern im Kamin hören können.

Kaminfeuer

Ein Kamin ist etwas ganz Besonderes, nicht umsonst saßen früher die Familien abends vor dem Feuer und erzählten sich Geschichten. Und gerade heute ist ein Kamin im eigenen Haus besonders attraktiv. Nicht nur, weil er als äußerst dekoratives Möbel eine ganz besondere Wohnstimmung vermitteln kann, sondern er kann auch tatsächlich sehr effektiv für die Beheizung genutzt werden. Hierfür ist aber in jedem Fall eine detaillierte Planung und die Unterstützung eines fachlich absolut versierten Unternehmens notwendig, denn eine gute Kaminheizung kommt nicht “von der Stange”.

Aber auch in einer Wohnung kann ein Elektrokamin oder Stilkamin das Wohngefühl ungemein verbessern. Moderne Elektrokamine bieten ein beeindruckendes, künstliches Feuerspiel, und kommen als Stilkamin jedem optischen Wunsch nach. Dekokamine, welche mit Bio Alkohol oder Brenngel betrieben werden, können auch in einer Wohnung ohne einen Schornsteinanschluss verwendet werden, und wirken sich auf das Wohlbehagen ihrer Besitzer aus.

Richtige Kaminöfen wiederum fungieren als Langzeitspeicher, können Wärme aus dem Verbrennungsprozess optimal aufnehmen und über einen langen Zeitraum wieder abgeben. Eine bestehende Gas- oder Ölheizung kann hier entlastet und die Kosten für Energiebedarf drastisch gesenkt werden. Eines ist aber sicher. Heizen mit einem Holzkamin oder einem Ofen ist nicht nicht nur ökologisch sinnvoll, weil CO2 neutral, es ist eine ganz besondere Möglichkeit, Wärme in das eigene Heim zu bringen.

Der Kamin - Wärme in jeglicher Hinsicht

KaminEine Heizkamin funktioniert prinzipiell nach dem Verbrennungsprinzip, es gibt aber massive Unterschiede, wenn man sich die einzelnen Typen genauer betrachtet. Einzig das Grundprinzip der Holzvergasung ist allen gemeinsam. Dieses Grundprinzip besteht darin, Holz in Wärme zu verwandeln. Aber wie entsteht Wärme in einem holzbetriebenen Kamin?

Das dahinter steckene physikalische Prinzip eines Verbrennungsprozesses ist sehr einfach zu verstehen. Ausgangspunkt ist die Energie beziehungsweise der Heizwert des Heizmaterials - Holz. Dieser liegt bei trockenem Holz bei circa 4 kW/h pro kg und ist das entscheidende Kriterium in dem Energiefreisetzungsprozess, der umgangssprachlich auch als Heizen bezeichnet wird. Im Brennraum eines Kamins oder eines Ofens werden hierfür normalerweise zwischen 4 und 10kg Holz gelegt und angezündet. Der Energiegehalt liegt dabei bei circa bei 16 bis 40 kW/h. Holz besteht in der Hauptsache aus dem chemischen Grundelement Kohlenstoff - ähnlich wie bei Kohle, aber in einer etwas anderen Form. Der in der Holzfaser befindliche feste Kohlenstoff löst sich nach dem Anzünden unter der Wirkung einer bestimmten Umgebungstemperatur in ein brennbares Gas auf, welches bei der Verbrennung dann als sichtbare Flamme, spürbare Hitze und Wärme wahrgenommen wird. Die am Ende des Prozesses in der Heizung verbleibende Glut ist das übrig gebliebene Kohlenstoffgerüst, das nach der so genannten Hauptentgasung übrig bleibt und langsam in sich selbst zusammenbricht.

Diesen Verbrennungsprozess hat jeder Kamin und jeder Ofen gemein. Der entscheidende Unterschied zwischen einem einfachen Kamin und einer Kamin Heizung besteht aber darin, wie die beim Verbrennungsprozess entstehende Wärme aufgenommen, gespeichert und genutzt werden kann. Ein bestimmter Teil der Wärme ist die so gennannte Brennraumwärme, die durch die unmittelbare Abstrahlung im Epizentrum der Verbrennung freigesetzt wird. Der aber weitaus größere Teil der Energie befindet sich in den, aus dem Brennraum kommenden, bis zu 800 Grad Celsius heißen Verbrennungsgasen. Diesen Teil der Energie zu nutzen, macht die eigentliche Effizienz und den Unterschied zwischen den verschiedenen Typen von Kaminheizungen aus.

Diese oft ungenutzt verpuffende Energiemenge kann als Wärme rückgewonnen werden, indem ihnen mit verschiedenen Wärmetauschsystemen die Wärme entzogen, gespeichert und über einen langen Zeitraum genutzt wird. In oft aus Metall bestehenden, so genannten Nachheizflächen werden die heißen Verbrennungsgase abgekühlt und als Warmluft für große und sofort abrufbare Heizleistungen verwendet. Werden diese Heizgase aber durch Zugkanäle durch eine so genannte Speichermasse eines Kamins geführt, so kann diese aufgeheizt werden und dann über Stunden eine sehr gleichmäßige Wärme abgeben.

In anderen sinnvollen Konstruktionen können diese heißen Verbrennungsgase aber auch durch einen so genannten Kesselkörper geführt werden. Dieser wirkt dann wie ein richtiger Wärmetauscher im Heizkessel. Die eigentliche Schwierigkeit bei der Auswahl und dem Bau eines Holzkamins besteht darin, das entsprechende Wissen über die Erzeugung von Energie mit der Verbrennung von Holz und den Systemmöglichkeiten auf die Bedürfnisse und individuellen Anforderungen eines Wohnraums und der darin lebenden Menschen abzustimmen.

Nur eine wirklich solide geplante Kamin Heizung erzeugt das gewünschte Wohlbefinden für seine Besitzer. Daher sollte man bei der Auswahl und dem Bau eines Kamins in jedem Fall den Rat eines versierten Fachunternehmens suchen. Im weiteren finden Sie wertvolle Informationen, die Ihnen dabei helfen sollen, den richtigen Kamintyp für Ihr Heim auszusuchen. Links zu Herstellern und Fachunternehmen sollen Ihnen dabei die Auswahl und die Planung erleichtern.

Kamine für Haus und Heim - Ersatz für Gas und Öl?

Öl oder Gas HeizungDie in den letzten Jahren stetig steigenden Preise für Öl und Gas sind kurz- und langfristig kaum wirklich kalkulierbar. Daher wird von allen Seiten nach Alternativen gesucht. Dies gilt nicht nur für die Industrie oder die Allgemeinheit, sondern gerade für Besitzer eines Eigenheims oder Hauses. Hier kann eine solche holzebtriebene Heizung als Ergänzung oder gar als vollständige Ausweichmöglichkeit für den kompletten Heiz- und Warmwasserbedarf eine rentable und ökologisch sinnvolle Lösung darstellen. Heute findet man daher bei vielen Herstellern von Heizungs- und Warmwasseranlagen, neben Lösungen für die Nutzung von Erdwärme mit Hilfe einer Wärmepumpe und der Nutzung von Sonnenenergie (Solarthermie), sehr fein durchdachte Konzepte für Heizungs- und Warmwasseranlagen, welche  mit nachwachsenden Rohstoffen - oft Holz - betrieben werden.  Sehr oft kommt hier eine so genannte Festbrennstoff Heizung im Heizungskeller zum Einsatz. Aber warum sollte man das Angenehme nicht mit dem Nützlichen verbinden, und eine in den Wohnräumen aufgestellte Heizung in Form eines Kamins auch für die Beheizung des gesamten Hauses und für die Erzeugung von Warmwasser nutzen?

Dabei sollte der Kamin aber natürlich ökologisch sinnvoll und in erster Linie energie- und somit kostensparend sein. Um dies zu erreichen, ist eine möglichst schwankungsfreie Abgabe von Wärme für die Heizung oder den Warmwasserbedarf eines Wohnhauses Voraussetzung. Diese wird in der Hauptsache durch eine gleichmäßig gute Verbrennung in mehreren Stufen und eine entsprechende Speicherung der Wärmeenergie sichergestellt. Dabei kann heute auch auf so genannte Kombianlagen zurückgegriffen werden, welche sowohl Öl oder Gas als auch Holz oder Holzpellets für die Energiegewinnung verfeuern können, dafür aber nur einen Schornstein benötigen. Für die langzeitige Speicherung der Wärmeenergie kommen so genannte Pufferspeicher zum Einsatz, welche Energie in Form von Wärme schnell aufnehmen und über einen langen Zeitraum für die Heizung und die Erzeugung von Warmwasser zur Verfügung stellen können.

Wird eine solche Heizung durch einen sinnvoll dimensionierten Pufferspeicher ergänzt, so kann mit einer Kombination von Öl und Gas mit Holz oder gar dem vollständigen Ersatz einer Öl- und Gas Heizung eine Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit und dem Preis von Rohstoffen erreicht werden. Dabei muss bei einem modernen Kamin der Komfort keineswegs leiden. Im Gegenteil, sie kann genauso komfortabel Wärme für die Heizung und Warmwasser zur Verfügung stellen wie eine konventionelle Öl- oder Gasheizung. Zusätzlich liefert diese Form der Holzheizung aber noch besonderes Wohlbehagen in den eigenen vier Wänden und stellt, richtig ausgesucht und eingebaut, ein ganz besonderes Möbel dar, um das man sich nicht nur in der kalten Jahreszeit gern versammelt.

Holz ist dabei ein ganz besonderer Brennstoff. Es ist der älteste Brennstoff, den die Menschheit kennt. Neben anderen Energiequellen wie Wind und Wasser, war das Brennholz lange einer der wichtigsten Energielieferanten für die Menschen sowie für die Industrie. In den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts wurde Brennholz aber immer weiter von den damals billigeren Brennstoffen Öl und Gas sowie konventionell erzeugtem Strom ersetzt. Zu dieser Zeit herrschte die Meinung vor, dass Energieträger wie Öl und Gas in schier unerschöpflicher Menge zur Verfügung ständen. Das dies ein Irrtum war, wird jedem bewusst, der heute die Rechnung seines Heizöl- oder Gaslieferanten begleichen muss. Gerade in den letzten Jahren erfuhr Brennholz daher wieder zunehmende Beachtung, insbesondere wegen seiner Umweltfreundlichkeit und der gefährlichen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Aber nicht nur der Gedanke an die Kosten für Öl und Gas haben ein Umdenken bewirkt. Der  durch den menschlichen CO2 Ausstoss getriebene Treibhauseffekt hat in den letzten 20 Jahren die Suche nach Alternativen weit vorangetrieben. Für die gewerbliche Nutzung zum Beispiel in Köhlereien, in der Glasverhüttung und in Salinen wurden auch schon vorher große Mengen an Brennholz benötigt. Diese immensen Entnahmen setzten noch vor einigen Jahren dem Wald sehr zu. Diese Situation hat sich aber grundlegend geändert. Heute wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr Holz an- als abgebaut. Die Entnahme von Holz für die Verbrennung stellt also keine Schädigung der Umwelt dar. Ausserdem wird die Verbrennung von Holz als CO2 neutral bezeichnet. Bei dessen Verbrennung wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie der entsprechende Baum zu seinen Lebzeiten vorher aus der Atmosphäre aufgenommen hat.

Die Holzentnahmen für Brennholz in Privathaushalten war hingegen noch bis vor kurzem nur geringfügig. Seit dem drastischen Anstieg von Öl- und Gaspreisen setzen aber vermehrt Besitzer von Häusern auf Holzheizungen. Dabei ist dies nicht nur bei der Planung und dem Entwurf eines neuen Niedrigenergiehauses sinnvoll. Auch ein bestehendes Domizil kann von dem nachträglichen Einbau einer Holzheizung zum Beispiel in Form eines Kamins profitieren.

Der Einbau eines Heizkamins, ob nun von vorn herein oder nachträglich, ist beim Einsatz moderner Technik in jeglicher Hinsicht absolut sinnvoll. Der ökologische Vorteil wird durch die Kostenersparnis ergänzt, und je nach dem eingebauten Typ der Kaminheizung besitzt man hinterher ein wunderbares Wohnaccessoir in Form eines behaglichen Kamins oder Ofens im Wohnraum. Je nachdem, ob man einen Neubau oder die nachträgliche Erweiterung einer bestehenden, konventionellen Kaminheizung plant, kann dabei unter Umständen vollständig auf Öl oder Gas als Energielieferant verzichtet werden.

Kamintypen

Am Markt finden sich aktuell verschiedene Typen von Kaminen, welche den verschiedensten Ansprüchen gerecht werden. Je nachdem welcher Typ zum Einsatz kommen soll, kann man die abgegebene Wärmeenergie einer solchen Heizung auf unterschiedlichste Art und Weise nutzen. Es werden drei Typen grundlegend unterschieden:

  • offener Kamin
  • Heizkamin
  • Speicherkamin

Alle drei Kamintypen haben unterschiedliche Anforderungen und bringen ebenso unterschiedliche Vor- und auch Nachteile mit sich.

Der offene Kamin:

Ein offener Kamin bietet die besondere Atmosphäre eines offenen Feuers in einem vorgefertigten Brennraum. Die in den Kamin integrierten Luftkanäle führen den für den Betrieb notwendigen Luftsauerstoff direkt in den Brennraum. Der offene Kamin bietet dabei insbesondere Romantik, aber leider vergleichsweise wenig Energieleistung in Form von Wärme, da die heissen Heizgase bei dieser Bauform eines Kamins nicht direkt genutzt werden können. Lediglich die direkte Strahlungswärme aus dem Feuerraum wird an den Wohnraum abgegeben und bewirkt den Heizeffekt.

Beachtenswert bei dieser Form der Heizung ist der große Bedarf an Luftsauerstoff, der während der Heizphasen über spezielle Kaminöffnungen aus dem Wohnraum gesaugt wird. Hier muss die Luft sehr  großzügig nachgeführt werden, um einen störungsfreien Betrieb sicherstellen zu können. Weiterhin ist der Schornsteindurchmesser zum Anschluss eines offenen Kamins deutlich größer zu bemessen als bei anderen Bauformen. Diese Art von Kamin ist demnach für die tatsächliche Beheizung von Räumen nicht sonderlich geeignet, hat aber einen sehr wohnlichen Effekt.

Der Heizkamin:

Ein Heizkamin ist gerade dann ideal, wenn eine hohe Heizleistung auf einer verhältnismäßig kleinen Grundfläche zur Verfügung gestellt werden soll. Ein Heizkamin ist eine sehr häufig mit einer Glaskeramikscheibe geschlossene Feuerstelle, die wesentlich weniger Luftsauerstoff aus dem Wohnraum saugt. Gerade hierdurch wird aber der Wirkungsgrad eines Heizkamins sehr deutlich erhöht. Ein normaler Kamin führt hierfür seine Heizgase aus dem Feuerraum direkt in den Schornstein, hat also keine weitere Nachheizfläche.

Er ist damit zwar effizienter als ein offener Kamin, ein Großteil der beim Verbrennungsprozess freigesetzten Energie verpufft aber zusammen mit den Heizgasen immer noch über den Schornstein. Zur Beheizung einzelner Räume mit dem entsprechenden Wohlfühleffekt ist aber ein Heizkamin sehr gut geeignet.

Der Speicherkamin:

Dieses dritte grundlegende Konstruktionsprinzip eines Kamins bietet das sichtbare Flammenspiel hinter einer oft beweglichen Glas- oder Keramikscheibe und eine nachhaltige Wärmeabgabe. Je nach Kundenanforderung werden auf den Kamin so genannte Nachheizflächen gesetzt oder in besonderen Fällen sogar Keramikziegel hintermauert, die die Wärme schnell aufnehmen und in Form von lang anhaltender Strahlungsenergie wieder abgeben können - ähnlich wie bei einem Kachelofen.

Der Speicherkamin ist somit eine Form des Kamins, die die noch im Verbrennungsgas steckende Wärme durch eine Speichermasse führt und die Strahlungswärme ähnlich dem Kachelofensystem bietet. Mit einer solchen Heizung wird der größte Wirkungsgrad für Kamine erreicht und es können durchaus mehrere Wohnräume auf diese Art beheizt werden.

Der Kachelofen

KachelofenKachelöfen waren über viele Jahrhunderte hinweg die einzige Lösung, Häuser und Wohnstätten komfortabel zu beheizen. In den letzten 60 Jahren langsam in Vergessenheit geraten, erleben sie heute eine neue Renaissance. In immer mehr Häusern ist auch heute wieder ein Kachelofen zu finden, ob als städtischer Turmofen oder bäuerlicher Stubenofen. Der Grund hierfür liegt nicht nur an der zeitlosen Art, sich jeder Umgebung ganz im Stil der Besitzer anzupassen, sondern auch in der Gemütlichkeit und Wärme, die  gerade ein moderner Kachelofen bieten kann.

Ein typischer Kachelofen wird meist erkennbar durch seine kleine Heiztür und seinem dafür sehr großen Brennraum. In diesem kann mit wenigen Heizintervallen das Holz oder der jeweilige Brennstoff, seine Energie in Form von Wärme freisetzten und für viele Stunden die typische Kachelofenwärme abgeben. Diese sanfte Abgabe von Wärme wird vom Menschen ähnlich wie ein milder Sonnenstrahl über die Haut aufgenommen und ist bei keiner anders gearteten Bauweise von Öfen in dieser Form zu erreichen. Der eigentliche angenehme Effekt wird bei dieser Form der Heizung durch die große Speichermasse des Kachelofens erzeugt, die oft über eine Tonne Gewicht zu bieten hat und Wärme schnell aufnehmen und langsam über die Oberfläche wieder abgeben kann, auch wenn das Feuer in der Brennkammer längst erloschen ist.

Ein Kachelofen bietet dabei mit seinen umfangreichen Gestaltungs- und Baumöglichkeiten für jeden individuellen Geschmack und Stil ein Optimum an Möglichkeiten. Auch ein zur Erzeugung von Wärme benötigter so genannter Heizeinsatz steht bei den meisten Herstellern in vielerlei Varianten zur Verfügung. Für einen Wohnraum besonders attraktiv wird diese Form der Kamin Heizung unter anderem durch die oft großzügigen Panoramascheiben der Heizeinsätze, die mit ihrer großartigen Einsicht auf das flackernde und knisternde Feuer dem Kachelofen den Charakter und das Flair eines offenen Kamins verleihen. Einige Bauformen dieser Heizung nutzen zur Beheizung des Aufstellraumes entsprechende Hohlräume im Kamin, durch welche die Raumluft durch den Kamin geleitet und dadurch erhitzt wird. Anschließend wird diese über spezielle Lüftungsgitter oder Lüftungskacheln wieder in Form von wohltuender Wärme an die Wohnräume abgegeben.

Kachelöfen sind heute noch oft als so genannter Schwedenofen bekannt. Dieser Umstand rührt daher, dass die ersten Kachelöfen aus Skandinavien kamen. Eine derartige Heizung kann eine ideale Alternative für jeden sein, der sich schnell und vergleichsweise preiswert, das angenehme Feuererlebnis in die Wohnung oder das Haus holen möchte. Kachelöfen sind bei den meisten Herstellern in zahlreichen Varianten und vielen Formen und Größen verfügbar.

Aber gerade erst Verkleidungen aus Marmor, Keramik, Naturstein oder sogar Granit machen eine Heizung in Form eines Kachelofens zu einem individuellen Einzelstück und verleihen ihm ein besonderes Flair. Aus Sicht der Feuerung sind moderne Kachelöfen aller deutschen Hersteller auf dem neuesten Stand und erfüllen alle geforderten Richtlinien der entsprechenden Umweltschutzverordnungen. Der Feuerraum ist oft  mit einer so genannten Schamotte ausgekleidet und die Abgaswege sind meist mit einer Flammumlenkung versehen, um einen optimalen Wirkungsgrad zu erreichen.

Um auch bei einem Umzug in ein anderes Haus oder eine Wohnung den Kachelofen mitnehmen zu können, sind moderne Ausprägungen von Kaminen mittels verschiedener Bodenplatten auch auf brennbaren Fußböden gefahrlos aufstellbar. Für den Fall, dass zum Beispiel in einer normalen Mietwohnung ein Parkett- oder Holzfußboden verlegt ist, wird dieser durch eine gesonderte Bodenplatte geschützt. Der Kachelofen kann so weiterhin wie gewohnt gefahrlos betrieben werden.

Gerade bei Kachelöfen kommen verschiedene Materialien für die eigentlichen namensgebenden Kacheln zum Einsatz. Ein oft bei diesem Typus von Heizungen verwendeter Werkstoff ist aufgrund seiner besonderen Eigenschaften der Speckstein. In einem Speckstein Kamin kommen aber durchaus die selben Heizeinsätze zum Einsatz wie in einem normalen Marmor-oder Kachelofen. Wie auch bei anderen Formen der Heizung wird die Raumluft nach dem so genannten Konvektionsprinzip erwärmt und durch Lüftungsgitter im Kachelofen an die Wohnräume gleichmäßig abgegeben. Wie der Name schon sagt, erfolgt die Verkleidung der Heizeinsätze bei dieser Kaminform, mit Speckstein. Hierbei liegt es im Bereich des Möglichen, die Heizung komplett aus Speckstein oder in Kombination mit anderen Materialien zu bauen. Speckstein ist vulkanischen Ursprungs und entstand vor rund 2,8 Milliarden Jahren. Zu seinen besonderen Eigenschaften gehört, dass er Energie in Form von Wärme sehr gut in großer Menge aufnehmen, und nachträglich sehr langsam und stetig wieder abgeben kann.

Heute ist in Finnland eines der weltweit wenigen Vorkommen von Speckstein zu finden. Dort werden in entsprechenden Steinbrüchen bis zu zehn Tonnen schwere Rohblöcke zur Weiterverarbeitung aus dem Gestein geschnitten. Die Verkleidung eines Kamins mit Speckstein kann - abweichend von Standardformen - dem Baukörper aber sehr individuell angepasst werden. Da diese Form des Kamins in den meisten Fällen nicht von der Stange gekauft werden kann, wird dies von den Herstellern von Kaminen ganz individuell nach Kundenwunsch ausgerichtet.

Kachelofentypen

Wie auch bei den Kaminen existieren beim Kachelofen gundlegend verschiedene Konstruktionsprinzipien, welche allesamt verschiedene Vor- und auch Nachteile bieten:

  • der Grundofen
  • der Warmluftofen
  • der Kombiofen

Die drei verschiedenen Ofentypen unterscheiden sich nicht nur in den Konstruktionsprinzipien, sondern eignen sich auf Grund dieser auch für je einen gesonderten Einsatzzweck in besonderer Weise.

Der Grundofen:

GrundofenEin Grundofen zeichnet sich insbesondere durch die anhaltende und sehr gleichmäßige Wärmeleistung aus. Die Wärme wird in speziellen Keramikziegeln langfristig gespeichert und kann über diesen Kachelmantel nachfolgend langsam und ebenso gleichmäßig wieder abgegeben werden. Diese Bauform benötigt allerdings eine längere Aufwärmzeit. Der Grundofen gehört zum Typus der so genannten Speicheröfen. Sein großzügig ausgelegter Verbrennungsraum nimmt eine große Menge Brennmaterial auf und ist direkt mit einem schweren und feuerfesten Massekörper - dem Kachelmantel - verbunden. Die heißen Verbrennungsgase durchströmen diesen Massekörper und geben ihre Energie in Form von Wärme an diesen ab, wobei sie sich selbst abkühlen. Die somit gespeicherte Wärme wird nachfolgend als lang anhaltende Wärmeabstrahlung, in einer für den Menschen sehr angenehmen Weise, abgegeben. Der Grundofen benötigt bis zu drei Stunden, ehe er Wärme zur Verfügung stellen kann, bleibt dafür aber über viele Stunden warm.

Der Warmluftofen:

Der so genannte Warmluftofen reagiert durch seine Bauart bedingt anders als ein Grundofen. Das besondere ist, dass die Raumluft am Heizeinsatz sowie an der Nachheizfläche entlang strömt und über Warmluftgitter und Schächte wieder abgegeben werden kann. Dadurch ist die Heizleistung eines Warmluftofens direkt und sehr schnell nach der Anfeuerung erreicht. Diese Bauform kann somit schnell große Wärmeleistungen an die Umgebung abgeben. Der Verbrennungsraum sowie die aus Metall bestehenden Nachheizflächen, durch welche die heißen Verbrennungsgase zur Abkühlung geleitet werden, stehen frei in der Ofenhülle. Die kühlere Aussenluft aus dem Wohnraum kann in den unteren Bereich der Ofenhülle nachströmen und erwärmt sich an den dort befindlichen Heizflächen sehr schnell. Die auf diesem Wege erhitzte Luft wird dann über Warmluftgitter oder Schächte im Warmluftofen in den Wohnraum zurückgeleitet. Der Warmluftofen ist damit in der Lage, schon wenige Minuten nach dem Anheizen eine optimale Wärmeleistung abzugeben. Er hat allerdings damit auch den Nachteil, dass er sehr schnell wieder abkühlt.

Der Kombiofen:

KombiofenDer Kombiofen ist ein Mix der beiden Prinzipien. Dessen Vorteile liegen in einer schnellen Wärmeabgabe und der Möglichkeit, gleichzeitig einen Teil der Heizenergie langfristig zu speichern. Diese Bauform besitzt sowohl eine Raumluftführung wie der Warmluftofen als auch Speicherflächen meist aus Keramik, welche den Massekörper zur Speicherung der Energie darstellen. Der Kombiofen ist somit eine hervorragende Kombination aus den beiden Bauformen, Warmluftofen und Grundofen. Der freistehende Verbrennungsraum - meist ein gusseiserner Heizeinsatz - leitet die erhitzten Verbrennungsgase in einen gemauerten Masseblock wie bei einem Grundofen. Auf diese Weise wird eine schnellere Reaktion beim Anheizen, in Verbindung mit einer lang anhaltenden Abstrahlung von Wärmeenergie, ermöglicht. Die Kachelofensysteme der meisten Hersteller lassen sich hierfür oft mit einer größeren Glastür zum Feuerraum ausstatten, so dass das Feuererlebnis auch bei einem Kombiofen zu einem angenehmen Effekt führt.

Hier eine Videodemonstration des Kombiofen Prinzips:


Was ist zu beachten

Bei der Auswahl einer Heizung in Form eines Kamins für das eigene Heim gibt es einige Dinge zu bedenken. Zum einen sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der vollständige Ersatz einer konventionellen Öl- oder Gasheizung durch eine mit Holz betriebene Anlage nur bei so genannten Niedrigenergiehäusern möglich ist, welche circa 10 bis 15 kW Heizleistung benötigen. Darüber hinaus ist der Betrieb eines Kamins zwar sinnvoll, muss aber meist durch ein zweites Heizsystem unterstützt werden.

Sinnvoll in dem Zusammenhang ist auch eine Kombination von Heizung und Warmwasserbereitung. Moderne Heizkamine können durchaus auch an die Warmwasseranlage eines Hauses angeschlossen werden und den Brennstoffbedarf hier deutlich senken. Eine solche Kombianlage sollte aber in jedem Fall von einem Fachmann für Kaminheizungen geplant und eingebaut werden. Einige Hersteller bieten die Heizungen auch in der Kombination eines Wohnraumkamins mit einer Festbrennstoff Heizung an. Diese Kombination bietet sehr großen Komfort, weil man am Tag die Heizanlage automatisch mit Pellets beschicken kann, und in den Abendstunden das gemütliches Kaminfeuer des Kamins im Wohnraum für Wärme und eine behagliche Atmosphäre sorgt.

Der Einbau einer Kamin Heizung, welche mit Holz oder Pellets befeuert wird, ist aber in jedem Fall abnahmepflichtig. Der zuständige Schornsteinfeger muss die Anlage und den Schornstein prüfen und eine entsprechende Abnahme schriftlich bestätigen. Dies ist erforderlich, weil der Schadstoffausstoss in den meisten Fällen nicht den Richtlinien für so genannte Holzfeuerungsanlagen entsprechen und damit zum Beispiel nicht mit einer so genannten Festbrennstoff Heizung vergleichbar sind.

Schornstein für einen Kamin

Schornstein für eine Kamin HeizungWeiterhin muss beachtet werden, dass in den meisten Fällen der Anschluss eines Kamins an einen bestehenden Schornstein einer Öl- oder Gasheizung nicht möglich ist. Dies liegt daran, dass nach geltenden Verordnungen eine Mehrfachbelegung eines Schornsteins, an den eine Heizungsanlage mit automatischer Beschickung (Öl, Gas, Pellets) angeschlossen ist, nicht zulässig ist. Unter Umständen muss also ein separater Schornstein für die Kaminheizung eingebaut werden. Die meisten Hersteller bieten aber in ihrem Produktsortiment auch Schonsteine zum nachträglichen Einbau in ein Haus an. Auch bei der Auswahl eines Schornsteins sollte man sich durch den zuständigen Schornsteinfeger oder ein fachlich versiertes Unternehmen beraten lassen. Gerade der saubere Betrieb eines Heizkamins benötigt einen Schornstein mit passender Größe und Bauhöhe um den benötigten Unterdruck für eine saubere Verbrennung erzeugen zu können. Diese Maße variieren aber, je nachdem, welche Art der Heizung eingebaut werden soll. Eine eingehende Beratung ist hier unumgänglich.

Förderung für Heizungen mit Kamin

Foerderung für eine Kamin Heizung?Im Gegensatz zu einer so genannten Festbrennstoff Heizung, die oft aus einem Brennkessel im Heizkeller sowie einem Pufferspeicher besteht, ist ein Kamin in den meisten Fällen nicht förderungsfähig. Für den Betrieb der mit Holz oder Pellets befeuerten Heizung gelten sehr strenge Richtlinien, was den Schadstoffausstoss angeht. Förderungsfähig ist hier meist nur eine Festbrennstoff Heizung, die der Klasse 3 angehört und dementsprechend eine sehr geringe Schadstoffbelastung der Luft mit sich bringt. Da Heizkamine diese Richtwerte aus baulichen Gründen prinzipiell nur sehr schwer einhalten können, ist eine Abnahme nach Klasse 3 für keinen Kamin zu finden.

Die Förderung einer solchen Anlage ist also sehr unwahrscheinlich. Im Zusammenhang mit einer Festbrennstoff Heizung im Keller kann aber eine zusätzliche Kaminheizung in den Wohnräumen sehr sinnvoll sein. Setzt man hier einen Brennkessel nach Klasse 3 und einen entsprechend dimensionierten Pufferspeicher ein, kann diese Anlage durchaus förderungsfähig sein. Der Einbau eines holzbefeuerten Kamins  in den Wohnräumen könnte diese Anlage dann unterstützen, so dass die Festbrennstoff Heizung kleiner dimensioniert werden kann. Der daraus entstehende Kostenvorteil kann zumindest einen Teil des Kamins refinanzieren. Eine Kombination beider Anlagen scheint also durchaus sinnvoll.

Brennstoff

Der Brennstoff eines Kamins ist natürlich Holz. Auch wenn es kombinierte Anlagen am Markt gibt, welche entweder mit Scheitholz oder mit Holzpellets betrieben werden können, wird doch kaum jemand eine Heizung in Wohnräumen mit etwas anderem als Scheitholz befeuern wollen. Gerade der Einsatz von Holz macht einen großen Teil des von einer Kamin Heizung ausgehenden Flairs aus. Bei der Auswahl von Brennholz gibt es aber einiges zu beachten.

Brennholz

Optimales Brennholz wird am besten in den Monaten Dezember bis Februar gefällt. Nachfolgend muss es in jedem Fall zum Trocknen luftig, vor Regen und Schnee geschützt, über einen längeren Zeitraum gelagert werden. Als Lagerort eignen sich unter anderem zum Beispiel die dem Wind abgewandte Seite eines Hauses unter einem Dach oder ein luftdurchlässiger Schuppen. Brennholz sollte nie in einem Keller oder in geschlossenen Räumen gelagert werden, da der Autrocknungsprozess dort nicht optimal unterstützt wird. Holz, welches zum Jahresbeginn geschlagen wurde, kann bei der richtigen Lagerung durchaus auch schon in dem folgenden Winter des selben Jahres zum Heizen verwendet werden.

Da sich der Brennwert des Holzes aber direkt durch den restlichen Feuchtegehalt definiert, sollte Brennholz im Optimalfall erst nach einer Trockeinzeit von 2 Jahren verwendet werden. Frisch geschlagenes Holz hat hier nur circa den halben Brennwert, verglichen mit gut gelagertem und ausgetrocknetem Holz.

Heizen mit Holz - das ist zu beachten:

Holz ist so genannte Biomasse.  Damit gehört es prinzipiell zu den förderungswürdigen Wärmeträgern, da bei der Verbrennung nur soviel CO2 freigesetzt wird, wie der entsprechende Baum zu seines Wuchszeiten aus der Atmosphäre aufgenommen und gebunden hat. Die Verbrennung von Holz wird daher auch als CO2 neutral bezeichnet. Im Schnitt wird pro Jahr in den deutschsprachigen Ländern mehr Holzmasse nachgebaut, als geerntet. Dabei wird Brennholz aber sehr oft nur aus dem so genannten Schwachholz, welches bei der Pflege des Waldes anfällt, gewonnen. Dieses Schwachholz leistet - als Brennholz verwendet - einen sinnvollen Beitrag zur CO2-neutralen Erzeugung von Wärme in einer Kaminheizung. Um die Umweltverträglichkeit des verwendeten Brennholzes sicherzustellen, sollte man folgendes beachten:

  • ausschließlich Holzbriketts nach DIN 51731 oder naturbelassenes Holz zur Feuerung  eines Kamins verwenden
  • Holz nur dann im Kamin verfeuern, wenn es mehrfach gespalten wurde (Scheitholz)
  • ausschließlich gut getrocknetes Holz in Heizkaminen verfeuern - kein feuchtes Frischholz

Der Heizwert von Holz hängt in erster Linie direkt von der restlich enthaltenen Feuchte ab. Dabei haben Laub- und Nadelhölzer bei gleicher Restfeuchte aber einen vergleichbaren Heizwert. Zur Verbrennung in einem Kamin sind beide Holzarten also gleich gut geeignet. Brennholz, welches eine zu hohe Restfeuchte hat oder unsachgemäß gelagert wurde, hat einen zu hohen Wassergehalt. Dadurch kann sich der Heizwert des Holzes bis auf die Hälfte verringern und das Holz ist somit für den Heizbetrieb nicht geeignet. Die Wärmeabgabe an die Wohnräume wird durch die Brennstoffmenge, die in den Feuerraum eingelegt wird, bestimmt, und nicht durch die Leistungsangabe in der Typbeschreibung der Kaminheizung.

Die für das jeweilige Kaminmodell angegebene Holzmenge ist also unbedingt zu beachten. Eine zu große Holzmenge oder die Verwendung von ungeeigneten Brennmaterialien kann zu einer Überhitzung  und damit zu massiven Schäden führen. Um eine Kaminheizung optimal zu betreiben, sollten immer nur komplette Füllmengen Holz aufgelegt und verfeuert werden.

Elektrokamine

Gerade in Mietwohnungen ist der nachträgliche Einbau eines Kamins oft aus vielerlei Gründen nicht möglich. Zum einen kann die Heizung durchaus bis zu einer Tonne Gewicht mit sich bringen, zum anderen ist oft der Anschluss an einen Schornstein nicht möglich, oder mit zu hohen Kosten verbunden. Gerade in Mehrfamilienhäusern sind die meisten Schornsteine heute stillgelegt, und es wird nur der Schornstein der Hausheizung tatsächlich betrieben. Möchte man nun eine solche Heizung an einen anderen, stillgelegten Schornstein anschließen, so muss man die Kosten dafür sowie die Kosten für die regelmäßige Reinigung und Prüfung des Schornsteins meist allein tragen. Dies lohnt sich nur in den wenigsten Fällen.

Hier kann der Einbau eines Elektrokamins aber durchaus eine wunderbare Alternative sein. Je nachdem welche Preisklasse ausgewählt wird, bieten moderne Elektrokamine ein sehr realistisches Spiel von Glut und Feuer und können mit einer elektrisch betriebenen Umluftheizung natürlich den Wohnraum auch tatsächlich aufheizen. Die meisten Modelle sind hierfür stufenlos regelbar und einige lassen sich sogar mit Hilfe einer Fernbedienung steuern. Den Test von drei modernen Elektrokaminen des Fernsehsenders Kabel1 sehen Sie hier:

Dekokamine

Die preiswerteste und gleichzeitig überall einsetzbare Variante von Kamin Heizungen stellen die so genannten Dekokamine dar. Dekokamine sind in Form von Stilkaminen erhältlich und stehen diesen in Sachen Optik in nichts nach. Zugleich bieten die Hersteller Dekokamine aber in vielfältgen Bauweisen an, von moderner Edelstahloptik bis hin zu biederem Ziegeldesign. Das besondere an diesen Kaminen ist, dass sie mit einer speziellen Brennpaste oder Bioalkohol befüllt werden können, und dabei ein echtes Feuer für eine gewisse Zeit zu bieten haben. Holzscheite, die dem Feuer ausgesetzt sind, werden hierfür aus einem besonders brandfestem Material künstlich hergestellt, kommen aber der Optik eines echten Holzscheites sehr nahe. Die Sendung Galileo des Fernsehsenders PRO7 hat einige aktuelle Dekokamine getestet. Sehen Sie den Beitrag hier:

Kamin Hersteller

Allein in Deutschland findet sich eine ganze Reihe von Herstellern für Kaminheizungen. Der Unterschied liegt im Detail. Einige bieten nur Echtholzkamine, andere auch Elektro- oder Dekokamine in ihrem Sortiment an. Bei einigen kann man die Planung und den Aufbau gleich mit beauftragen, andere wiederum liefern Ihren Wunschkamin in einem Bausatz nebst Aufbauanleitung nach Hause. Im folgenden sollen daher die bekanntesten Hersteller von Heizkaminen übersichtlich zusammengefasst werden.


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Die Festbrennstoff Heizung als Kostensparer und Klimaschoner

Eine konventionelle Öl- oder Gas-Heizanlage durch eine Festbrennstoffheizung komplett ersetzen zu wollen, ist weder sinnvoll noch effektiv. Hierbei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Neubauten, welche mit optimalen Mitteln gedämmt worden sind, ließen sich sicherlich auch allein mit einer Kombination aus feststoffbasierter Heizung, einer Solaranlage und einem Pufferspeicher beheizen sowie mit Warmwasser versorgen. Aber selbst unter diesen günstigen Umständen gilt es zu bedenken, dass natürlich statt dem Heizöl oder dem Gas auch der entsprechende Festbrennstoff in ausreichender Menge eingekauft werden muss. Dies wird von unseriösen Anbietern in Beispielrechnungen sehr oft unterschlagen, stellt aber neben den Anschaffungs- und Einbaukosten natürlich einen Kostenfaktor dar, der in eine Berechnung mit einfließen muss.

Heizen mit Holzpellets

Eine Festbrennstoffheizung kann in Zeiten steigender Rohstoffpreise eine ernsthafte Alternative oder Ergänzung zur klassischen Öl- oder Gas Heizung darstellen. Je nachdem ob ein schlecht gedämmter Altbau oder ein gut bis sehr gut gedämmter Neubau in der Kälteperiode beheizt werden muss, kann eine derartige Heizung eine Kostenreduktion für Heizung und Warmwasser von 40% bis 100% ausmachen. Eine klassische Öl- oder Gasheizung allerdings komplett damit ersetzen zu wollen, ist nur in sehr wenigen Fällen sinnvoll, und funktioniert hinreichend auch nur, wenn ergänzende Technologien wie eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage eingesetzt werden. Fakt ist aber, dass mit Festbrennstoffen eine erhebliche Ersparnis und eine größere Unabhängigkeit von den Rohstofflieferanten erreicht werden kann. Was beim Kauf, dem Einbau und dem Betrieb einer Festbrennstoff Heizung zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Die Technik einer Festbrennstoffheizung

Eine Festbrennstoffheizung erzeugt Energie in Form von Wärme für Heizung und Warmwasser,  wie der Name schon andeutet, durch die Verbrennung von Festbrennstoff. Die dabei freigesetzte Energie kann dann direkt an das Heizungs- und Warmwassersystem abgegeben oder in einem so genannten Pufferspeicher zwischengespeichert werden. Diese moderne Heizung besteht dabei in der Hauptsache aus einem Brennkessel und der notwendigen Technik,  um eine Dauerbefüllung sowie die Glut- und Abschaltautomatik zur Verfügung zu stellen. Je nachdem welcher Festbrennstoff Verwendung findet, und wie groß der Brennkessel  ausgelegt ist, erreichen derartige Anlagen Leistungen zwischen 6 KW für den Privathaushalt und bis zu 13MW für den industriellen Einsatz. In den modernen Festbrennstoffheizungsanlagen können verschiedenste Materialien verfeuert werden. Dies sind zum Beispiel:

druckventil_heizungEine Festbrennstoff Heizung, die derartige Materialien zur Wärmegewinnung nutzt, wird auch oft als so genannter “Vergaser” bezeichnet. Dies rührt daher, dass durch die initiale Erhitzung der zu verbrennenden Feststoffe diese brennbare Gase freigeben, welche wiederum dem weiteren Verbrennungsprozess als Grundlage dienen. Dieser Prozess der Vergasung und Verbrennung hat dabei eine positive Energiebilanz, erzeugt also mehr Energie in Form von Wärme, als für die Vergasung des Materials notwendig ist. Würde fortwährend Brennstoff zugeführt, stoppte der Verbrennungsprozess in einer solchen Heizung nicht.

Dieses Verhalten ist gleichzeitig eines der größten Probleme dieser Heizungsform. Der optimale Wirkungsgrad einer solchen Anlage wird nur erreicht, wenn der Verbrennungsprozess, ungehindert und optimal durch Sauerstoffzufuhr gefördert, stattfinden kann. Weiterhin neigen auch moderne Festbrennstoffkessel zur so genannten Verteerung und zur Verrußung, wenn die Anlagen mit geringerer Brennleistung gefahren und somit gedrosselt werden. Um beiden Problemen entgegenzuwirken, ist also der Betrieb einer auf Festbrennstoff basierenden Heizung im optimalen Wirkungsgrad unerlässlich.

Dies hieße aber, dass der zur Verfügung stehende Brennstoff auch zu Zeiten verfeuert werden müsste, in denen eventuell gar keine Wärmeleistung erforderlich ist. Die Lösung dieses Problems ist ein so genannter Pufferspeicher. Dies ist in der Regel eine Wasserkesselanlage, welche zur Brennzeit der Heizung deren Energie aufnimmt, und diese speichert. Wird die Energie dann - zum Beispiel in den Abendstunden - benötigt, so kann sie vom Pufferspeicher bezogen werden, ohne dass die Heizung erneut angefahren werden müsste. Die Kombination zwischen Pufferspeicher und Festbrennstoffheizung kann somit als prinzipiell unerlässlich angesehen werden, stellt also die ideale Kombination dar, um den gesamten Wirkungsgrad auch optimal ausnutzen zu können.

Ein Pufferspeicher ist aber auch noch in einer zweiten Hinsicht mehr als sinnvoll. Die initiale Erwärmung eines Gebäudes benötigt wesentlich mehr Energie, als das nachfolgende Halten einer bestimmten Temperatur. Auch hier würde eine festbrennstoffbasierte Heizung, die das zur Verfügung stehende Material optimal verfeuert, zwar in der Aufwärmphase die notwendige Energie in Form von Wärme liefern, in der nachfolgenden Haltephase aber viel zu viel Energie erzeugen. Auch hier kommt idealerweise ein Pufferspeicher neben dieser Form der Heizungungsanlage zum Einsatz, um die zur Verfügung stehende Energie in optimaler Weise an die Umgebungsluft abzugeben.

Eine Festbrennstoffheizung als Ersatz oder Ergänzung

Brennstoff Holz

Eine auch oft als Holzheizung bezeichnete Anlage als Ersatz für eine konventionelle Öl- oder Gas-Heizanlage nutzen zu wollen, ist weder sinnvoll noch effektiv. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neubauten, welche mit optimalen Mitteln gedämmt worden sind, ließen sich sicherlich auch allein mit einer Kombination aus auf Festbrennstoff setzende Heizung, einer Solaranlage und einem Pufferspeicher beheizen und auch mit Warmwasser versorgen. Aber es gilt  zu bedenken, dass natürlich statt dem Heizöl oder dem Gas,  auch der entsprechende Festbrennstoff in ausreichender Menge eingekauft werden muss. Dieser Kostenfaktor sollte in jede Berechnung mit einfließen, ebenso wie natürlich die Anschaffungs- und Einbaukosten.

Weiterhin hat eine solche Heizung auch direkte Nachteile. Im Gegensatz zu Öl oder Gas, welche aus einem Tank oder einer Hauptleitung bezogen werden, muss der Brennstoff zum Beispiel einer Pelletheizung ständig “nachgelegt” werden. Je nachdem welcher Brennstoff hier zum Einsatz kommt, existieren automatische Befüllungsanlagen wie zum Beispiel für Pellets oder Späne. Diese müssen aber auch separat gekauft und eingebaut werden. Kommt aber ein Holz,- Kohle- oder Koksvergaser zum Einsatz, so kann ein regelmäßiges Befüllen von Hand durchaus notwendig sein. Je nachdem wie groß das zu beheizende Volumen und wie gut die entsprechende Dämmung ist, kann es sein, dass mehrmals pro Tag Brennstoff in den Brennkessel der Heizungsanlage nachgefüllt werden muß.

Daher eignet sich eine Festbrennstoffheizung eher als eine sinnvolle Ergänzung einer vorhandenen Öl- oder Gas Heizanlage. So kann man in den Herbstmonaten den Warmwasserbedarf mit Hilfe der Solaranlage, und den Heizbedarf durchaus allein mit einer solchen Heizung decken. In den kalten Wintermonaten ergänzt die Festbrennstoff basierte Anlage dann die konventionelle Öl- oder Gasheizung,  indem sie den Pufferspeicher mit zusätzlicher Wärme versorgt, welche dann nicht mit Gas oder Öl erzeugt werden muß. Hierbei kann durchaus eine Ersparnis durch Rohstoffeinsparung von 40% bis 60% erreicht werden, was mehreren Tausend Euro pro Jahr entsprechen kann.

Somit amortisiert sich eine Festbrennstoff Heizung meist innerhalb weniger Jahre und stellt nachfolgend eine ideale Methode zur Kosteneinsparung und zur Klimaschonung dar.

Klimabilanz und Immissionsschutz einer Festbrennstoff basierten Heizung

Klima Bilanz einer Festbrennstoff Heizung

Neben der Einsparung von Heizkosten sollte bei der Anschaffung einer Holzheizung auch über die Themen Klimabilanz und Immissionsschutz nachgedacht werden. Je nachdem welcher Brennstoff  verfeuert wird, ist der CO2 Ausstoß unterschiedlich. Bei natürlichen Brennstoffen wie Holz oder Kohle wird hier gern von einer neutralen CO2 Bilanz gesprochen, weil bei der Verbrennung der Materialien nur soviel CO2 freigesetzt wird, wie vorher bei der Entstehung des Materials (Wachsen von Holz) aufgenommen wurde. Dies ist in mehrfacher Hinsicht aber reine Augenwischerei. Auch Öl und Gas sind in diesem Sinne als CO2 neutral zu betrachten, weil auch bei deren Entstehung soviel CO2 gebunden wurde, wie bei deren Verbrennung frei wird. Prinzipiell ist jeder Verbrennungsprozess mit CO2 Ausstoß, den es ohne menschliches Zutun nicht geben würde, als klimaschädlich anzusehen. Die Anschaffung einer Festbrennstoff Heizung somit durch das Argument der CO2 Neutralität zu unterstützen, ist schlichtweg unsinnig.

Da Holz und dessen Nebenprodukte aber ein lokal nachwachsender Rohstoff ist, und gerade in Deutschland und in Europa mit umweltschonenden Maßnahmen angebaut wird, hat der Einsatz einer Festbrennstoffheizung durchaus einen Einfluss auf unsere Umwelt. Je weniger Öl und Gas aus industrieller Produktion verbraucht werden, desto schwieriger wird es den entsprechenden Zuliefererkonzernen gemacht, auf Öl und Gas basierende Produkte an den Markt zu bringen, und umweltschädliche Förder- und Gewinnungsmethoden weiterhin ungestraft einsetzen zu können.

In Deutschland und Österreich ist aber entgegen anderen europäischen Staaten noch ein zweiter Punkt bei der Anschaffung einer auf Festbrennstoffen basierenden Heizung zu beachten.  Der Immissionsschutz. Beim Kauf und dem Einsatz einer Festbrennstoffheizung in Deutschland oder Österreich sind wesentlich strengere Richtlinien als nach europäischem Recht zu beachten.

In der EU Normrichtlinie EN 303-5 werden 3 Klassen von Anlagen definiert:

  • Klasse I: 25 mg / m3
  • Klasse II: 8 mg / m3
  • Klasse III: 5 mg / m3

Je nach  Einstufung findet bei Festbrennstoffheizungen der jeweiligen Klasse eine Immission von maximal 25 mg, 8 mg oder 5 mg statt. Diese europäischen Normen sind aber in Deutschland und Österreich weitaus schärfer. Hier darf eine solche Anlage nur betrieben werden, wenn sie der Klasse III angehört. Anlagen dieser Klasse haben somit einen sehr geringen Ausstoss von Feinstaub und Rußpartikeln, sind aber trotzdem für eine größere Belastung mit Feinstaub verantwortlich, als der Straßenverkehr. Die Entscheidung für eine Heizung mit Festbrennstoffen ist also auch immer eine Entscheidung für eine weitere Schadstoffbelastung der Luft. Entsprechende Regelungen sind im BimSchV (Bundesimmissionsschutzverordnung) festgehalten und Änderungen oder Erweiterungen an Heizungs- und Befeuerungsanlagen sind in jedem Fall melde- und abnahmepflichtig.

Meldepflicht / Bauantrag

bau_antragDer Aus-, Um- oder Einbau einer Festbrennstoffheizung muss in jedem Fall zuerst mit dem zuständigen Schornsteinfeger geklärt werden und ist in jedem Fall meldepflichtig. Je nach Anlage und Voraussetzungen des entsprechenden Baugrundes kann es sogar notwendig sein, einen Bauantrag zu stellen. Informationen hierzu bekommt man  ebenso vom zuständigen Schornsteinfeger, welcher die Abnahme und eine Messung nach BimSchV vornimmt. Leider kommt es auch bei einer modernen Festbrennstoff Heizung - welche eine entsprechende Klassenzuordnung zu Klasse III hat - vor, dass die Messung nach BimSchV nicht bestanden wird, und die Heizung nicht in Betrieb genommen werden darf. Insbesondere bei Anlagen, welche mit Holz als Brennstoff betrieben werden, wird dieses des öfteren berichtet. Es ist somit durchaus sinnvoll, zunächst bei Herstellern der Festbrennstoffheizungen entsprechende Informationen oder Zertifikate anzufragen, oder sich anderweitig Informationen zu der geplanten Heizungsanlage zu beschaffen.

Hersteller von Festbrennstoff basierten Heizungsanlagen

Vor dem Kauf einer Heizung für feste Brennstoffe sollte in jedem Fall abgeklärt sein, welche Leistung die Anlage bringen muss. Hierzu kann man anhand des Öl- oder Gasverbrauchs der Vorjahre die notwendige Heizleistung berechnen, und somit die neue Heizung dimensionieren. Bei derartigen Berechnungen sollte in jedem Fall ein Fachunternehmen oder der Schornsteinfeger zu Rate gezogen werden. Kompetente Beratung erhält man aber auch oft direkt bei den Hersteller der Heizungsanlagen. Nachfolgend soll eine Auswahl an Herstellern einen kleinen Überblick über den Markt von Festbrennstoffheizungen geben:


Rechenbeispiel einer Heizung mit Festbrennstoffen

rechenbeispielFür ein Rechenbeispiel einer Heizung mit festem Brennstoff sollte in jedem Fall von einem so genannten “worst case” Szenario ausgegangen werden, um im Falle von extrem niedrigen Temperaturen immer noch eine gewisse Reserve zu haben. Hierfür sollte man den Fall ansetzen, dass kalte Wintertage und Nächte in Deutschland bis zu -15 Grad Celsius haben können. Nachfolgend geht man von Richtwerten für die notwendige Heizleistung einer Heizanlage aus, welche sich aber nach der Güte der Dämmung eines Wohnhauses richten.

Bei modernen Neubauten, die entsprechend gut isoliert sind, kann man bei 100m2 Wohnfläche davon ausgehen, dass ca. 10KW Leistung pro Stunde für die Beheizung bei -15 Grad Celsius notwendig sind. Beim Einsatz einer Festbrennstoff basierten Anlage mit einer Nennleistung von 20KW würde so bei einer Brenndauer von 2 Stunden, das Haus 2 Stunden mit der notwendigen Wärme versorgt werden. Aber man müsste auch alle 2 Stunden die Brennkammer mit neuem Brennmaterial befüllen. Hier kommt jetzt ein Pufferspeicher in Form eines Wassertanks zum Einsatz. Wasser hat die besondere physikalische Eigenschaft, eine sehr hohe spezifische Wärmekapazität zu haben.

Das heisst, dass für die Temperaturänderung von 1 Grad Celsius eine sehr hohe Menge an Energie aufgewendet werden muss. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass bei einem Abfall der Wassertemperatur um 1 Grad eine ebenso sehr hohe Menge an Energie wieder abgegeben und genutzt werden kann. Wasser ist daher ein idealer Wärmespeicher mit sehr wenig Verlustleistung und wird daher in modernen Pufferspeichern für Festbrennstoffheizungen eingesetzt.

Um einen Pufferspeicher von 1000 Liter von 15 Grad auf 60 Grad Celsius zu erhitzen, ist eine Leistung von 60KW notwendig. Dies entspricht also einer Brenndauer von 3 Stunden. Wärme für das Haus in ausreichender Menge stände in dem Fall aber für 6 Stunden zur Verfügung. Je nachdem wie hoch die Bereitschaft oder die Möglichkeiten sind, Brennstoff pro Tag nachzulegen, kann man auf diese Weise sehr einfach errechnen, wie groß die Pufferspeicher dimensioniert, und welche Leistung die Heizung erbringen muss. Unter günstigen Umständen kann so mit einer Befüllung pro Tag, das gesamte Haus allein mit Hilfe dieser modernen Heizanlage beheizt werden.

Will man aber mit Hilfe einer auf Holz basierten Heizung die vorhandene Öl- oder Gasanlage nur ergänzen, so kommt man auch mit kleineren Kesseln und auch kleineren Pufferspeichern aus. Für eine entsprechende Berechnung nimmt man dann die Nennleistung der Öl- oder Gasanlage als Grundlage und setzt dieser die Leistung der Festbrennstoffheizung entgegen. Man sollte hierfür dann immer von ca. 10KW benötigter Leistung bei 100m2 Wohnfläche und -15 Grad Celsius ausgehen, und kann so leicht ausrechnen, welche Ersparnis sich durch das eingesparte Öl oder Gas tatsächlich erreichen lässt. Das Material, das dabei in einer solchen Anlage zum Einsatz kommt, muss hierbei natürlich in die Berechnung mit einfließen, schlägt aber pro KW mit einem wesentlich geringeren Preis zu Buche.

Geht man von einer 30KW Heizungsanlage aus, kann man circa folgende Zahlen zu Grunde legen, bei dem auf ein Jahr hochgerechneten Energiebedarf entstehen folgende Kosten:

  • Öl: 3000 Liter = ca. 1800,00 €
  • Erdgas: 300 m3 = ca. 1590,00 €
  • Flüssiggas: 300 m3 = ca. 1990,00 €
  • Holz: 15 m3 = ca. 800,00 €

Schnell wird klar, dass mit einer auf Festbrennstoff basierenden Heizung innerhalb nur weniger Jahre enorme Einsparungen in finanzieller Hinsicht möglich sind, und sich eine entsprechende Anlage sehr schnell amortisiert. Allerdings sollte man, wie schon angesprochen, die notwendigen Berechnungen in jedem Fall von einem Fachunternehmen durchführen lassen, weil für die korrekte Ermittlung des Bedarfs sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Als Faustformel kann man aber für eine initiale Berechnung für die Leistung einer solchen Anlage von folgendem ausgehen:

  • Heizung ohne Warmwasser: durchschnittlicher Ölverbrauch der letzten Jahre dividiert durch 250 ergibt die Brennkesselgröße in KW
  • Heizung mit Warmwasser: durchschnittlicher Ölverbrauch der letzten Jahre dividiert durch 200 ergibt die Brennkesselgröße in KW

Für eine tatsächliche Berechnung der Dimensionierung von Festbrennstoffheizungen ist aber eine Berechnung nach SIA 384/2 unerlässlich. Welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen, wird auf dieser Seite schnell ersichtlich.

Förderung

foerderung1Die Nutzung von so genannten erneuerbaren Energien, zum Beispiel bei der Anschaffung einer Holzheizung mit Holzpellets, wird seit mehreren Jahren staatlich gefördert. Gründe hierfür sind nicht nur der ökologische Vorteil, sondern auch das Bestreben, sich von Rohstofflieferanten unabhängiger zu machen. Daher existieren sowohl beim Bund als auch in den einzelnen Ländern unterschiedliche Förderprogramme, welche die Anschaffung und den Einbau einer Festbrennstoff Heizung finanziell fördern und unterstützen. Neben dem Umstand,  dass auf Holzpellets nur 7% Umsatzsteuer anfallen, können Anlagen für Festbrennstoffheizung bis 100KW direkt finanziell gefördert werden. Aktuell ist es möglich:

  • zinsgünstige Programme der KfW “Ökologisch Bauen” und “Wohnraum modernisieren” in Anspruch zu nehmen
  • Zuschüsse aus dem sog. Marktanreizprogramm (MAP) bis zu 1500 € zu beantragen oder
  • verschiedenste Landesmittel in Anspruch zu nehmen.

Aktuelle Informationen zu Förderprogrammen der Bundesländer stellt der Hersteller Vaillant auf dieser Webseite in Form eines Suchformulars zur Verfügung. Weitere Förderprogramme können beim Hersteller Junkers über dieses Formular abgefragt werden.

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