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Heizung & Klima

Heizung und unser Klima

Unter Klima versteht man einen über einen bestimmten Zeitraum, oft von mehreren Jahrzehnten, etwa 30 Jahre, statistisch ermittelten Zustand der Erdatmosphäre.

klimawandel

Dieser Zustand der Erdatmosphäre hat sich in den letzten Jahrzehnten dahingehend entwickelt, das man von einem “Klimawandel” spricht, verursacht unter anderem durch den hohen CO2 Ausstoss.

Und dafür verantwortlich sind Industrieabgase, der Straßenverkehr und auch ein Großteil der privaten Heizungsanlagen.

Durch vielerlei Maßnahmen weltweit wird versucht, den Klimawandel aufzuhalten bzw. zu verzögern. Und dazu kann auch jeder Einzelne seinen Beitrag leisten, denn Heizung und Klima zum Beispiel stehen in einem engen Zusammenhang. So könnte der Austausch der alten Ölheizung gegen eine emissionsarme Heizungsanlage, betrieben  mit regenerativen Energien, ein Beitrag zur Verringerung des CO2 Ausstosses sein. Deutsche Haushalte blasen jedes Jahr 180 Millionen Tonnen CO2 in die Luft, was zum größten Teil aus dem Heizen mit fossilen Brennstoffen resultiert.

Fast 90% der Energien im Haus werden für Heizung und Warmwasserbereitung benötigt. Dabei könnte jeder Haushalt zwei Drittel weniger Energie verbrauchen, wenn das Haus nach neuesten Energiestandards gebaut bzw. modernisiert werden würde.

Eine 3-köpfige Familie zahlt im Jahr für Energie etwa 1600,-Euro.

  • davon 768,-Euro allein für die Heizung
  • 496,-Euro für Strom
  • und 336,-Euro für Warmwasser.

Energiesparend bauen beziehungsweise modernisieren, könnte diese Energiekosten für das Haus radikal reduzieren.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele wird der Ausstausch alter Heizungsanlagen mit Förderprogrammen vom Staat unterstützt - wer CO2 spart, wird belohnt. Außerdem werden fossile Brennstoffe immer knapper, die Preistendenz ist nach wie vor steigend, umsteigen lohnt sich, je eher, je besser.

Fördermaßnahmen für Heizung

forderung_heizungsumbauAngesichts der explodierenden Preise für fossile Energieträger, wie Öl und Gas lohnt sich jede Investition in regenerative Energietechniken. Diese Investition lohnt sich nicht nur im Hinblick auf den verringerten CO2 Ausstoss, sondern vor allem auch für den eigenen Geldbeutel. Moderne Techniken und moderate Kosten ermöglichen theoretisch breiten Teilen der deutschen Haushalte modernes Heizen. Sowohl vom Bund als auch in den Ländern gibt es eine Reihe von Förderprogrammen für den Neu- und Ausbau, den Umbau von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen, alles auf der Grundlage der Nutzung erneuerbarer Energien bzw. zur Einsparung von CO2 Ausstoss. Zusätzlich gibt es Fördergelder von den Stadtwerken und von den Energieversorgern.

Bei den umfangreichen verschiedenartigen Fördermaßnahmen, die sowohl den Neubau als auch die Modernisierung, die Heizungsanlagen und die Warmwasserbereitung., die Nutzung erneuerbarer Energien oder das Heizen mit Holzpellets und mit einer Kaminheizung betreffen können, kann man leicht den Überblick verlieren und verpaßt so vielleicht eine gute Möglichkeit, sich Geld vom Bund oder von anderen Einrichtungen zu holen. Hier, bei FOR.Ma, der Fördermittel-Auskunft  gibt es eine kostenlose Möglichkeit, sich Informationen für alle Förderprogramme zu kommen zu lassen. Es gibt eine Datenbank mit über 4700 Fördermaßnahmen von Bund, Ländern, Gemeinden und Energieversorgern.

Es kann das Förderprogramm für Solarthermie, die Förderung sowohl für die Anlage von Warmwasserbereitung, als auch für den Einbau von Heizungen beziehungsweise modernen Heizungspumpen oder auch die Förderung mit zinsgünstigen Darlehen durch die Kfw - sowohl für Neubauten als auch im bestimmten Umfang für Altbauten sein.

Das große Ziel all dieser Maßnahmen ist das Heizen und Warmwasserbereiten ohne Emission mit fortschrittlichen Heizanlagen, ein kleiner Beitrag zur Verminderung des CO2 Ausstoss.

Bauen, wohnen, Energie sparen und Klimaschutz gehören zusammen.

Und hier kann der Bau eines - Niedrigenergiehauses oder seiner Weiterentwicklung, des Passivhauses - ein weiterer Beitrag gegen den Klimawandel sein.

Passivhäuser - Häuser ohne Heizung - speichern Wärme so gut, dass eine Heizanlage mit Heizkessel und Heizkörpern oder -flächen wegfallen kann. Eine dicke Wärmedämmschicht sorgt für die wohlige Wärme. In Deutschland gibt es zur Zeit etwa 10000 Häuser nach dem Passivhaus-Prinzip, dem Haus mit wenig Energieverbrauch.

Das Niedrigenergiehaus

niedrigenergiehausBereits in den 70er Jahres des letzten Jahrhunderts wurden die ersten Niedrigenergiehäuser (NEH) gebaut. Das NEH erwies sich als ein einfacher, kostengünstiger und rasch einführbarer Standard. Bis zum Ende der 1990 Jahre sollte das Niedrigenergiehaus laut Forderung des Bundesrates und Erklärung der Bundesregierung zum allgemein verbindlichen Baustandard werden.

Der Heizenergieverbrauch von Niedrigenergiehäusern ist um mindestens 30% geringer als der von Wohnhäusern nach der novellierten Wärmeschutzverordnung von 1995. Trotzdem sind  Niedrigenergiehäuser mit bewährten Methoden zu planen und können wirtschaftlich errichtet werden. Entscheidend beim Bau ist  ein sehr guter Wärmeschutz. Es gilt Wärmebrücken zu vermeiden, Luftdichtheit, Wärmeschutzverglasungen und eine kontrollierte Wohnungslüftung müssen erreicht werden. Das Niedrigenergiehaus ist ohne besonderen Zusatzaufwand zu errichten, weil alle Komponenten von NEH ausschließlich verbesserte Varianten ganz gewöhnlicher, in jedem Neubau befindlicher Bauteile darstellen.

Bereits 1986 wurde erste Projekte von Niedrigenergiehäusern in Hessen gefördert. Dem folgten Förderprogramme in den anderen Bundesländern und bereits Mitte der Neunziger Jahre war der Standard in Deutschland so weit entwickelt, dass Niedrigenergiehäuser zu gleichen Baukosten oder sogar zu etwas geringeren Baukosten wie andere Wohnhäuser am Markt angeboten worden sind.

Die Nutzer der neu erbauten Niedrigenergiehäuser sind durchweg mit ihren Wohnungen zufrieden und die in Aussicht gestellten niedrigen Energieverbräuche haben sich auch wirklich eingestellt.

Eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses stellt das Passivhaus dar.

Passivhaus Prinzip - Der Standard von Morgen

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem ohne Komfortverlust auf eine separate Heizungsanlage verzichtet werden kann. In Deutschland ist das bei einem Jahresheizwärmebedarf unter 15 kWh/(m2a) bezogen auf die Wohnfläche der Fall.

Das Passivhaus kann man sich vorstellen in der Funktion ähnlich wie eine Thermoskanne. Es speichert durch eine dicke Dämmhülle  nahezu vollständig die Wärme in ihrem Innern. Das ist aber beim Passivhaus keine Heizwärme, sondern die Wärme, wie sie in jedem anderen Haushalt auch anfällt: zum Beispiel  durch die Waschmaschine, den Kühlschrank und den Computer, durch Glühbirnen und sogar die Hausbewohner selbst.  Damit nicht unkontrolliert Wärme entweichen kann, sind Passivhäuser völlig luftdicht gebaut. Damit genügend frische Luft im Haus vorhanden ist, sorgt eine Lüftungsanlage dafür,  daß die Raumluft und die Frischluft gegeneinander ausgetauscht werden. Bei dieser “kontrollierten”Lüftung geht aber so gut wie keine Wärme verloren. Für das Nachheizen an kalten Tagen und für das warme Wasser kommt die Energie aus regenerativen Quellen (Solarthermie, Wärmepumpe).

So kann auch jeder Bauherr seinen Beitrag zur Entlasung der Umwelt leisten und zur Verminderung des CO2 Ausstoss beitragen.


Wärmepumpe
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